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Aus der Vereinsgeschichte
Es war nicht leicht. die Vereinsgeschichte aufzuzeichnen, da erst ab 1964 schriftliche Unterlagen
vorhanden sind. Aufgrund von Bilddokumenten, Erzählungen der Gründer und langjähriger Aktiver kam
doch einiges zusammen.
Schon vor der Gründung des Trommlercorps wurde in Holzweiler musiziert. Die Feuerwehr macht neben
ihrer Aufgabe, dem Löschen von Bränden, auch noch Blasmusik. Aus dieser auch musizierenden
Feuerwehr entstand 1923 das Trommlercorps. Es entschlossen sich Hilar Müller, Hubert Hohenforst,
Leonard Hohenforst, Josef Meisen, Hermann Portz, Theodor Simons, Konrad Hurtmann und Johann
Pistel, aus welchen Gründen auch immer, das Trommlercorps zu gründen. Gegründet wurde das Corps in
der Stellmacherei von Heinrich Portz (Portze Eäßer). Hier wurden auch die ersten Märsche eingeübt.
Geübt wurde mit Herrn Nacken aus Hochneukirch. Er war auch der erste Tambourmajor. Bis 1939 hat das
Trommlercorps noch folgende Tambourmajore:
Reiner Cremer aus Königshoven, Franz Peller aus Giesenkirchen, Hubert Hohenforst und Konrad
Hurtmann, beide aus Holzweiler. Wilhelm Pisters aus Venrath bereitete die Musiker auf ihre öffentlichen
Veranstaltungen vor.
Im Jahre 1928 feiert man das erste große Fest, wahrscheinlich das 5 jährige Bestehen. Zum Fest trat man das erste Mal in eigener, neuer Uniform auf. Die Uniform
bestand aus einem langen grünen Rock mit weißer Hose. Das Koppel wurde übergeschnallt. Das Beschaffen der Uniform (angefertigt wurde sie in Königshoven),
war erst durch ein Darlehen von Hilar Müller möglich. Zurückgezahlt wurde es dann nach dem Fest.
Anfang der 30er Jahre verzeichnete das Trommlercorps einen regen Zuwachs an neuen jungen Mitgliedern. Es kamen aber auch schon die ersten Uneinigkeiten
zwischen jungen und alten “Mitgliedern”. So kam es, daß die Jungen zum Pfingstfest von Holzweiler
selbständig auftraten. Zu diesem Auftritt lieh man sich in Jackerath eine Marine-Uniform. Durch diesen
Zwischenfall traten einige der Gründer aus dem Verein aus.Trotzdem feierte man 1933 das 10 jährige
Bestehen. Der Festabend wurde unter Mitwirkung des MGV Liedertafel Holzweiler und des Trommlercorps
aus Erkelenz gestaltet.
Der Schwerpunkt des Trommlercorps vor dem Krieg lag neben den Auftritten zu den Schützenfesten in
Holzweiler und Borschemich bei den Musikwettstreiten. Einzelspiel, Gesamtspiel und Parade wurde beim
Wettstreit einzeln bewertet. Um dort unter die Ersten zu kommen, mußte man schon etwas können. Das
Trommlercorps Holzweiler war auf den Wettstreiten auch recht erfolgreich, wie alte Zeitungsausschnitte
beweisen.
In der Zeit zwischen 1939 und 1945 wurde infolge des zweiten Weltkrieges das Vereinsleben fast
lahmgelegt. Es gab aber auch in dieser Zeit vereinzelt Auftritte. Nicht einberufene Mitglieder wurden von der
Partei zum Spiel verpflichtet.
Schon 1946 begann das Trommlercorps mit 4 Mann in Borschemich wieder mit dem Spiel. Es waren dies Josef Küppers, Gottfried Schröer, Peter Schiffer und Willi
Effertz. 1947 hatte das Corps schon wieder 12 Mann. Da nach dem Krieg keine Uniformen mehr vorhanden waren, mußte man improvisieren. In den ersten Jahren
nach dem Krieg bestand die Uniform aus einer einfachen Schirmmütze, dem Rock vom Sonntagsanzug mit angesteckten Schwalbennestern und einer weißen Hose.
Eine neue Uniform gab es erst wieder Anfang der 50er Jahre. Diesmal entschied man sich für eine Marine-Uniform mit dunkel blauen Jacken und Hosen. Sie wurden
von der Fa. Heinrich Tüscher aus Borschemich angefertigt.
Nach dem Kriege war die Kameradschaft innerhalb des Trommlercorps sehr ausgeprägt. Es
wurde sich gegenseitig bei Ausschachtungsarbeiten und auch beim Hausbau geholfen. So
kam es auch, daß Johann Hurtmann den Posten des Tambourmajors übernahm (von 1948-
1960 - vor ihm führte nach dem Krieg Effertz und Beckers das Corps als Tambourmajor).
Von 1960-1963 ging noch einmal Konrad Hurtmann bei den Aufzügen an der Spitze des
Vereins. In dieser Zeit verlagerte sich auch der Schwerpunkt des Vereins. Die Teilnahme an
Wettstreiten wurde weniger, dafür nahm man mehr an Freundschaftstreffen teil. Den
größten Teil der Auftritte machten jetzt die Schützenfeste und die Kirmeszüge in der
näheren Umgebung aus. So kam zu den Schützenfesten von Holzweiler und Borschemich,
wo man schon vor dem Kriege –ab 1930- spielte, noch lmmerath (ab 1946 mit kleiner
Unterbrechung) hinzu. Seit 1957 gehört auch das Schützenfest in Garzweiler zu den festen
Auftritten des Corps
 
Zu den genannten Schützenfesten wurde teilweise noch mit Pferd und Wagen gefahren.
Ansonsten war das Fahrrad das Hauptbeförderungsmittel Die ganz Schnellen hatten auch
schon ein Motorrad. Auch wurde samstags zur Kirmes gefahren und montags kehrte man
erst nach Hause zurück. Übernachtet wurde zum Beispiel in Garzweiler auf dem Festzeit. Der eine oder andere hatte vielleicht auch ein gemütlicheres Plätzchen.
Verhungert ist während der Kirmes auch keiner, dafür sorgte schon die Bevölkerung. Im Jahre 1958 feierte man das 35jährige Jubiläum mit einem
Kameradschaftstreffen.
Die Nachfolge als Tambourmajor von Konrad Hurtmann trat im Jahre 1963 Peter Weckauf an. Während dieser Zeit kam im Jahre 1965 die Kirmes in Rheydt-Mülfort
hinzu. Hier spielte das Trommlercorps die Kirmes bis 1979. Ein besonders gutes Verhältnis während dieser Zeit unterhielt das Corps zur Familie Kemp aus Mülfort.
 
Die Anzahl der aktiven Mitglieder betrug im Schnitt zwischen 12 und 16. In den Jahren 1967 und 1968 unternahm das Trommlercorps gewaltige Anstrengungen in
Sachen Nachwuchsarbeit. Belohnt wurde diese Anstrengung mit 11 jungen Mitgliedern. Das Anlernen der Trommler übernahm Peter Weckauf, das der Flötisten Paul
Bongartz. Auch lernten die ,,Jungen” das Spiel nach Noten durch Herrn Mainz aus Erkelenz. Die Jugend spielte so gut, daß sie sogar 1969 allein auf einem
Jugendmusikwettstreit in Hilfarth antrat. Mit der Zeit schlief das Spiel nach Noten leider wieder ein.
Viel Arbeit kam 1973 auf unser Corps zu, man feierte das 50-jährige Jubiläum. Zum Fest wurde eine neue Uniform angeschafft. Angefertigt wurde diese bei der Fa.
Linder aus Rheydt. Es war ein langer Rock, die Farbe von Rock und Hose war grau.
 
Die Jugendarbeit im Verein wurde in den kommenden Jahren intensiv
fortgesetzt. Für die Ausbildung und das Einüben von neuen Märschen wurde
seit 1956 Heinrich Vieten aus Venrath herangezogen, der leider 1982
verstarb.Für 60 jährige aktive Tätigkeit in unserem Verein konnte 1978 Josef
Küppers geehrt werden.Den Posten als Tambourmajor gab 1979 Peter Weckauf
auf. Seit diesem Zeitpunkt führte Josef Müller das Corps als Tambourmajor an.
Zu den Schützenfesten, wo das Trommlercorps seit Jahren spielt, kam 1982
noch Rheydt-Geneicken hinzu. Ebenfalls wurden ab 1982 nach langer Pause
wieder Ehrenmitglieder aufgenommen. Es waren auf Anhieb 83 Personen
bereit, durch eine Mitgliedschaft den Verein zu unterstützen. Der nächste große
Termin war unser 60 jähriges Bestehen, was wir im August 1983 mit einem
Freundschaftstreffen feierten.